Weinkost

Weinkost? Weinkost! “Mit besonderer Sorgfalt ausgewählte Lebensmittel, die nicht zum alltäglichen Bedarf gehören” – sagt Wikipedia zur Feinkost.  Ich denke, das passt ganz gut, denn ich beginne mich gerade in das Universum des Weins reinzuschmecken. Mit all seinen Schwarzen Löchern und strahlenden Sternen. Welche Nuancen und Facetten sich mir dabei erschließen, sei hier dargelegt. Schließlich will ich bei der nächsten Weinbestellung noch wissen, welcher der Weine nun eigentlich geschmeckt hat…

- “In Vino Veritas” -

19. Juli 2009 – 2003er Marqués de Murrieta (14,90 Euro)

Vor recht langer Zeit wurde ich von einer flüchtigen Bekanntschaft auf die Qualität der spanischen Weine aus dem bedeutenden Rioja Anbaugebiet aufmerksam gemacht. Insbesondere der Jahrgang 2003er Jahrgang soll ihrer Meinung nach eine schlicht ausgezeichnete Qualität haben. Wir gingen getrennte Wege, doch der Wein blieb. So steht nun – wie in der letzten Weinkost – eine Flasche Rioja vor mir, darüber hinaus die teuerste die ich bisher mir wagte zu leisten.

Meinem Weinkontor entnehme ich, dass auch hier wie in vielen Fällen verschiedene Trauben zum Einsatz kommen um den Geschmack zu verfeinern. Nichtsdestoweniger bleibt Tempranillo die dominierende Traube neben Grenache und Mazuelo. Des Weiteren spricht die Produktseite von ” … Filigranität, Eleganz und einen enorm tiefen, finessenreichen Ausdruck.”

Entweder ist es die vielzitierte Weiterentwicklung der Zunge/Geschmacksnerven, oder mir beginnen diese Weine einfach zu schmecken. Ähnlich dem Wein im Mai ist dieser zwar ein recht schwerer Wein mit einer hohen Dichte an Aromen. Dabei bleibt er jedoch weich und belegt die Zunge nicht so, wie es mir immer bei Merlots passiert.  Der Marqués ist in der Tat elegant und edel, in Geschmack und Erscheinungsbild. Ein Wein zum Genießen, prädestiniert für ein (!) Glas am Sonntagabend.

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28. Mai 2009 – 2006er Cosecha Real, Tempranillo (9,90 Euro)

Lange gabs keine Weinkost mehr. Das liegt allerdings nicht daran, dass ich kein Wein mehr genieße, sondern eher an dem Fakt dass mich das schöne Wetter zum Photographieren raus zieht denn zum Blog schreiben. Von den Uni-Verplfichtungen mal ganz abgesehen.

Des Spaniers edlen Herkunft – die nicht im berühmten Riojagebiet liegt – äußert sich schon in der Flaschenprägung in Form eines Kreuzes. Ein tiefrote Farbe mit violetter Verjüngung zum Rand hin lässt Vorfreude aufkommen. Samtich weich lägt sich der Wein über die Zunge um dann sehr intensive Geschmacksnoten zu entfalten, die sich wie immer für mich jedoch (noch) nicht weiter definieren lassen. Entgegen bisheriger Erfahrungen ist dieser Tempranillo sehr angenehm, ohne das sonst übliche pelzige Gefühl im nachhinein. Für mich ein definitiver Kandidat für eine Wiederbestellung!

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16. April 2009 – 2008er Wien I, Weingut Roman Pfaffl (7,50 Euro)

Vergangenen Montag hatte ich das Vergnügen, nicht alleine zwei Flaschen der neuen Lieferung genießen zu können. Glücklicherweise ist in der nun hier beschrieben Flasche ein Glas übrig geblieben, sodass ich in der Lage bin, meiner Zunge erneut den Genuss des Tropfens zu gönnen.

Der aus dem südlichen Nachbarland stammende Weißwein ist ein „gemischter Satz” aus den Trauben Riesling (60%), Grüner Veltiner (20%) und Weißburgunder (Pinot Blanc – 20%). Das schlichte Design des Etiketts lässt einen zurückhaltenden Wein erwarten, ebenso wie die helle Farbe des jungen Jahrganges (2008). Schon beim ersten Schluck wird jedoch seine Fruchtigkeit offenbart. Obwohl ein trockener Wein, ist im Nachgang wenig Säure zu spüren.

Für mich ein Wein von hoher Güte, der gut gekühlt zum Essen genossen werden kann. Empfohlen wird hierfür vom Weingut Fisch, Gemüse (Spargel) oder Geflügel. Für den reinen Genuss an heißen Sommertagen fast zu schade! Gerne würde ich ihn nochmal im Vergleich zum Est Di Montefiascone trinken, der ebenfalls ein gemischter Satz ist.

Fazit: Ein Wein den ich sicherlich nochmal Ordern werde. Aber vorerst habe ich ja noch eine Flasche

Wien I

20. Februar 2009 – 2005er Jean Pierre Bordeaux A.C. Rouge

Es ist unglaublich schwer den Duft & Geschmack eines Weines zu beschreiben. Wie die “Experten” da Brombeere oder Johannisbeere rausschmecken ist mir ein Rätsel. Ich kann nur sagen, was mir besser schmeckt – reicht ja auch :) Der Bordeaux sagt mir dann auch wesentlich mehr zu als der Chianti. Das Gefühl auf der Zunge ist nicht so pelzig, die Säure nicht so präsent. Ich möchte nicht sagen er ist unauffällig – es geht aber in die Richtung. Een lekker wjin – würde der Belgier sagen – den man meiner Meinung nach zu einer Vielzahl von Gelegenheiten trinken kann!

3,5 von 5 Punkten

2005er Jean Pierrre Bordeaux

12. Februar 2009 – 2007er Filet

Ein österreichischer (Wachau) Grüner Veltiner. Die Traube hat sich inzwischen beim Weißwein zu meinem Favouriten gemausert. Im Gegensatz zum Steingarten ist er trockener, lässt diese leichte Spritzigkeit vermissen und ist nicht ganz so fruchtig. Die Farbe ist goldiger als die vom Steingarten.

3 von 5 Punkten

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22. Januar 2009 – 2007er Chianti del Barone Riscasoli

Im Gegensatz zum Syrah ist dieser Italiener sehr beerig, schon im Duft. Ob Him- oder Brombeere kann ich (noch) nicht sagen. Wesentlich schwerer und etwas trockener. Glaub aber insgesamt schon sagen zu können, dass ich nicht der Chianti-Trinker bin. Bis jetzt mochte mir keiner so richtig gefallen…obwohl dieser hier sehr “rund” ist. Keine Ahnung wie ich es sonst beschreiben soll, deshalb auch keine Wertung.

Chianti Ricasoli

16. Januar 2009 – Est! Est!! Est !!! Di Montefiascone

Ein sehr spritziger italienischer Weißwein mit präsenter Säure (Trauben: Trebbiano, Malvasia, Roscetto).

4 von 5 Punkten

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14. Januar 2009 – 2005er Les Jamelles Syrah Grenache

Die robinrote Farbe ist mir sofort aufgefallen. Der Wein ist schonmal sehr schön anzusehen. Hinterließ wenn ich mich nicht täusche einen leichten Kirchgeschmack. Für einen trockenen Rotwein hat er mir sehr gut geschmeckt.

4 von 5 Punkten

2005er Syrah

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